Wildnisweg

Der Wildnisweg besteht für mich zuallererst in einer Verschiebung der Aufmerksamkeit von der rein menschlichen Welt hin zur „mehr-als-menschlichen Welt“ (David Abram). Er beginnt dort, wo wir nicht mehr nur Menschen und von Menschen gemachte Objekte wahrnehmen, sondern zu sehen beginnen, dass wir in einer Welt leben, die so viel reicher ist und in der so viele andere Wesen und Phänomene existieren, denen wir begegnen und von denen wir lernen können: da sind die Vögel auf dem Dach, die Bäume vor der Tür, das Gras, das aus den Asphaltritzen hervorsprießt, die vielen Blumen und Sträucher am Wegesrand, die Füchse, die nachts durch die Straßen und Gärten streifen, der Bach, der fröhlich vor sich hin plätschert, der Berg, der mächtig vor uns thront,…

Ist die Aufmerksamkeit erstmal da, kann die Lernreise beginnen: durch Beobachten, Wahrnehmen, Erleben, Entdecken, Begegnen, Erfragen, Erforschen, Erzählen,…

Der Wildnisweg ist kein vorgezeichneter oder markierter Weg, es ist auch kein Weg, den man in Klassenzimmern oder anhand von Büchern vermittelt bekommen kann (wobei Bücher und LehrerInnen natürlich sehr hilfreich sein können), sondern letztlich ist es ein Weg, den jede und jeder aktiv einschlagen und für sich und/oder mit anderen gehen muss.

Es gibt jedoch auch einige Wegweiser auf dem Weg…